Pfarrkirche Mariahilf

Die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ entstand 1656 zunächst als Friedhofskirche der aufgelösten und ausgelagerten Stätte der Michaelerkirche. 1660 stiftete der Barnabit Don Cölestin Joanelli das Gnadenbild Mariahilf. Da das Gnadenbild viele Wallfahrer anzog, errichteten die Barnabiten in den Jahren 1668/1669 eine steinerne Kapelle und ein Wohngebäude für Priester. Beide Gebäude wurden 1683 während der zweiten Wiener Türkenbelagerung zerstört, das Gnadenbild konnte jedoch rechtzeitig vom Mesner innerhalb der Wiener Stadtmauer in Sicherheit gebracht werden.

Bis 1689 wurde die Kirche von Sebastian Carlone dem Jüngeren und dem Steinmetz Ambrosius Ferrethi neu errichtet und mit dem zurückgebrachten Gnadenbild geweiht. Ab 1711 erfolgte der Umbau der Kirche in ihre heutige Gestalt, 1714 wurden die Chorpartien umgebaut und das Langhaus errichtet. Die zur heutigen Mariahilfer Straße gerichtete Westfassade wurde 1726 mit Statuen und Reliefs geschmückt.

Bis zur Sanierung ab 2003 befand sich die Fassade in einem stark geschädigten Zustand. Zahlreiche Kapitelle waren abgewittert und mussten erneuert werden, ebenso große Partien der Fenster. Neben Rekonstruktionen aus Naturstein kam eine auf das Erscheinungsbild der umliegenden Partien abgestimmte Gussmasse aus Restauriermörtel und Sanden zum Einsatz.