Klosterneuburg Presshaus 2014

Das, seit dem 18. Jh. für den lokalen Weinanbau des Stiftes Klosterneuburg dienende, Presshaus befindet sich südöstlich der Stiftsgebäude und wurde ursprünglich als gotische Kapelle errichtet und genutzt. Den Vorgängerbau bildete die im 13. / 14. Jh. errichtete Klosterkirche der Augustiner-Chorfrauen zur heiligen Maria Magdalena. Ein mittig auf der Nordwestfassade befindlicher Strebepfeiler lässt einen zweischiffigen Kirchenraum mit Mittelraumstützen vermuten. Die Kirche wurde 1722 entweiht und zum Presshaus umgebaut. Während das Innere der Kirche im Zuge der Umgestaltung zum Wirtschaftsgebäude vollständig verändert wurde, blieb der äußere Baukörper der Kirche in seinen Außenmaßen weitestgehend erhalten.

Ausführungszeitraum: 2013
- Freilegen und Reinigen der gesamten Steinteile
- Ausarbeiten desolater Altergänzungen und Fugen sowie Abnahme der Betonüberzüge im Bereich des Hauptgesims
- Neuergänzung mittels Natursteinvierung oder mit Steinergänzungsmörtel
- Rekonstruktion zweier Natursteinzapfen auf den Dachgiebeln der West- und Ostfassade
- Neuverfugen
- Abschließende Schlämme und Farbfassung

Aufgrund des schlechten Zustandes der Flyschsandsteinelemente und der großflächigen Oberflächenverluste war ein großes Maß an Natursteinvierungen und Neuteilen notwendig.

Nahezu vollständig wurden zudem die Wassernasen und Verdachungen der Strebepfeiler erneuert und wieder rekonstruiert.

Das vormals zubetonierte Kaffgesims wurde im Zuge der Sanierung zudem vollständig erneuert und in Naturstein wieder ausgeführt.