Dreifaltigkeitssäule Trumau

Pestsäulen stellen meist die Heilige Dreifaltigkeit, die Muttergottes oder andere Pestheilige wie Rosalia, Sebastian oder Rochus dar. In der Barockzeit wurde die erste Pestsäule der Habsburgermonarchie am Wiener Graben errichtet und fand eine große Zahl von Nachfolgebauten im gesamten Gebiet der Monarchie.

Diese das Stadtbild prägenden Dreifaltigkeitssäulen können, außer als Votivspende nach dem Erlöschen der Pest, als Symbol des Sieges der katholischen Reform und Gegenreformation über den Protestantismus gelesen werden. Zusätzlich stellen die Säulen ein Symbol der Zugehörigkeit des Landes zur katholischen Monarchie der Habsburger dar, wie die Ikonographie der Wiener Pestsäule belegt.

Viele Pestsäulen sind der Hl. Mutter Gottes gewidmet, weil sie im katholischen Glauben die Fürsprecherin in Notzeiten ist. Pestsäulen, die Maria gewidmet sind – sogenannte Mariensäulen – sind ein Ausdruck der Marienverehrung, die nach schweren Zeiten immer wieder zu beobachten ist. Die Dreifaltigkeitssäule der Gemeinde Trumau wurde zwischen 1720 und 1730 errichtet. Bis zu ihrer Renovierung 2007 stand sie an der Hauptkreuzung der Gemeinde neben dem Glockenturm. Nach grundlegender Sanierung wurde sie rund 200 Meter vom alten Standort entfernt vor dem Gemeindeamt neu errichtet.