Österreichische Nationalbibliothek

Die ehemalige Hofbibliothek, heute Österreichische Nationalbibliothek, wurde ursprünglich 1722-1726 unter Kaiser Karl CI. durch Johann Bernhard und Joseph Emanuel Fischer von Erlach als Ausbau des ehemaligen Reitschulgebäudes an der Westseite des sogenannten Tummelplatzes errichtet. Seit dem 14. Jh. als Hofbibliothek nachweisbar, seit 1920 im Besitz der Republik.
Bodensenkungen, die in den Jahren nach 1760 auftraten, zwangen zu einigen Umbauten, die Nikolaus von Pacassi durchführte. ANschließend wurde etwa bis 1767 die heutige Feststiege zum Prunksaal erbaut, auch hier mit glattpoliertem Kaiserstein für Stufen und Podeste. 1769 drohte das Gebäude wegen des enormen Gewichts der Bücher enzustürzen.

1904 beauftragte das Hofbaucomité die Gestaltung eines Zuganges zur Hofbibliothek vom Josefsplatz. Die Steinarbeiten erfolgten zum Teil aus altem vorhandenen Almaser-, Wöllersdorfer-, Kaiser-, Marzano- und Kelheimer Stein, zum Teil aus neu beizustellendem Kaiserstein für Stufen und Bodenplatten, Cava Romana und Orsera.

Ausführungszeitraum: 2013

Lose Teile wurden gesichert und unsachgemäße Überarbeitungen wie Zementplomben und -überzüge wurden entfernt. Schadhafte und unsachgemäße Vierungen, Kittungsergänzungen und Ausfugungen wurden ausgelöst.

Poröse Teile wurden mit Kieselsäureester vorgefestigt.

Alle zu bearbeitenden Flächen wurden mit Niederdruck-Rotationsstrahlverfahren bauseits gründlich gereinigt.

Vierungen und ganze Werkstücke wurden ab einem Schadensausmaß von ca. 10x10 cm ANsicht bei exponierten Bauteilen angefertigt. Wo erforderlich, sind sie mit Nirostazapfen und -klammern zusätzlich gesichert worden.

Als Ergänzungsmaterial diente Istrischer Kalkstein.

Schadhafte lockere Einzelteile wurden abgebrochen, um die Fehlstellen mit genau in Härte und OBerfläche angepasstem Inkrustiermörtel auszugleichen.

Sämtliche offene, lockere und unsaubere Fugen wurden bis in ausreichende Tiefe entfernt und neu verschlossen.

Alte treibende Armierungen und Verklammerungen wurden durch Nirosta ersetzt.
Verbleibende alte Armierungen und Verklammerungen wurden entrostet und mit Rostschutz mitteln behandelt.